Asset Publisher

Asset Publisher

08.08.2018

NETZHAUTSCAN
DER ZUKUNFT

Ein Prinzip, das man aus vielen guten Thrillern kennt: Der Bösewicht nutzt das Auge eines Toten, um sich Zutritt zu einem Bereich zu verschaffen, der mit einem Iris- oder Retinascanner ausgestattet ist. Dieser makabere Trick hat scheinbar auch polnische Forscher beschäftigt: Sie haben eine Künstliche Intelligenz entwickelt, die diese Sicherheitslücke schließt.

Wissenschaftler der Technischen Universität Warschau haben eine Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, die Tote und Lebendige unterscheiden kann.

Das Team um den KI-Forscher Mateusz Trokielewicz hat einen Machine-Learning-Algorithmus die Kategorisierung von Iris-Fotos erlernen lassen. Dafür wurden 574 Nahinfrarotaufnahmen der Iris von Toten und 256 Bilder von Augen lebendiger Menschen eingesetzt.

Das Ergebnis verblüfft: In 99 Prozent der Fälle konnte der Algorithmus zwischen toten und lebendigen Augen unterscheiden – sofern das Auge mehr als 16 Stunden tot war. Denn vor diesem Zeitpunkt ist die Veränderung der Iris noch nicht deutlich genug erkennbar.