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11.10.2018

STADT, LAND,
BREITBAND

Die Teilnehmer des Kommunalforums des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg sind sich einig: Die Digitalisierung kann zu einer Renaissance des ländlichen Raums führen. Dafür müssen jedoch Grundvoraussetzungen geschaffen werden – allen voran ein leistungsfähiges Breitbandnetz.

Das Thema des Kommunalforums in Amtzell in diesem Jahr war die Frage „Stadt und Land – wie wollen wir in Zukunft leben?“ Viele Menschen zieht es heute in die Städte – auch weil es dort eher ein leistungsfähiges Internet, ein gutes öffentliches Mobilitätsangebot und eine vernünftige Versorgung mit Dienstleistungen aller Art gibt.

Auf dem flachen Land fehlen solche Strukturen vielfach. 2,3 Millionen Anschlüsse im Land haben kein schnelles Internet, selbst E-Mails gehen manchmal nur mit Mühe durch.

Amtzell hat die Sache bereits selbst in die Hand genommen: Die 4200-Einwohner-Gemeinde baut das schnelle Internet aus. 65 Prozent der Bevölkerung sind schon angeschlossen. Über eine vor Ort entwickelte App kann sich der Bürger zeitnah über das Geschehen in der Gemeinde informieren. Es gibt zudem freies WLAN oder Mobilitätsangebote für ältere Menschen, damit sie auch im Alter flexibel bleiben.

Bürgermeister Moll und sein Team haben innerhalb des Projekts auch Lehrgeld gezahlt: „Wir haben vieles ausprobiert und uns manchmal eine blutige Nase geholt“, berichtet der Bürgermeister. Er ist dennoch überzeugt: Jede Kommune braucht einen Plan für die Digitalisierung.“