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Projekte

Cyberwehr Baden-Württemberg

Projektvorstellung

Cyberwehr Baden-Württemberg

(Teil der Digitalisierungsstrategie digital@bw)

 

Cyberangriffe stellen eine der größten Bedrohungen für die Wirtschaft Baden-Württembergs dar. Dieser Bedrohung stellt sich die Cyberwehr, ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt.

 

Unter 0800-CYBERWEHR (0800-292379347) steht sie rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche Unternehmen sowie Einrichtungen des Gesundheitswesens als Kontakt- und Beratungsstelle landesweit zur Verfügung.

Alle Gespräche werden vertraulich behandelt. Es erfolgt keine Weitergabe von Informationen an Dritte. Ihr Angebot richtet sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen.

 

Langfristiges Ziel des Projektes ist der landesweite Aufbau regionaler Strukturen für die Ersthilfe bei IT-Sicherheitsvorfällen. Die Nummer der Cyberwehr dient als erste Anlaufstelle und einheitliche Notfallnummer im Falle eines Cyberangriffs. Wird ein kritischer IT-Sicherheitsvorfall gemeldet, führt die Cyberwehr mit dem betroffenen Unternehmen in einem mehrstündigen Telefonat eine initiale Vorfallsdiagnose durch. Anschließend stellt die Cyberwehr auf Wunsch des Unternehmens Expertise bereit, die hilft, den entstandenen Schaden zu begrenzen und erste Soforthilfemaßnahmen einzuleiten.

 

Ein Konsortium bestehend aus dem FZI Forschungszentrum Informatik, dem CyberForum e. V., dem DIZ | Digitales Innovationszentrum GmbH und der Secorvo Security Consulting GmbH setzt das Projekt um.

Projektstand 

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase, in welcher die Cyberwehr Unternehmen in den Stadt- und Landkreisen Karlsruhe, Rastatt und Baden-Baden unterstützte, steht sie nun seit September 2020 allen kleinen und mittleren Unternehmen unter der Nummer 0800-292379347 in ganz Baden-Württemberg zur Verfügung.

 

Außerdem steht die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711-5401-2444 oder über Nachricht an cybercrime@polizei.bwl.de als Nothilfestelle bereit.

 

Eine Evaluation der Cyberwehr hat ergeben, dass deren Hilfeleistungen auf eine ausgesprochen positive Resonanz bei Unternehmen gestoßen sind und bereits im Pilotbetrieb geschädigten Unternehmen konkret geholfen wurde. Das niedrigschwellige Angebot für geschädigte Unternehmen erhöht die Bereitschaft, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Den Unternehmen wird in jedem Einzelfall zur Anzeige geraten. Sollte keine Anzeige erstattet werden, bietet die Cyberwehr dennoch Hilfe. Seit 1. September 2020 ist die Notfallrufnummer der Cyberwehr für alle Unternehmen im Land da.

 

Aufgrund der positiven Rückmeldungen wurde entschieden, die Cyberwehr weiterzuentwickeln. Aktuell befindet sich das Projekt in der zweiten Förderphase. Diese dauert bis 31. Dezember 2021 und beinhaltet neben der operativen Weiterführung der Notfallrufnummer auch weitere Maßnahmen, beispielsweise zur Ausweitung des Expertinnen- und Expertennetzwerks sowie zur Entwicklung von Portallösungen.

Projektziele

  • Aufbau landesweiter Strukturen für die Ersthilfe bei IT-Sicherheitsvorfällen und bei Wiederherstellung von Systemen
  • Ausbau eines Netzwerks von Partnerinnen und Partnern
  • Bündelung von Anwendungswissen im Bereich Cybersicherheit

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