Digital voran in der Verwaltung

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Digital voran in der Verwaltung

Digitalisierung gemeinsam voranbringen

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Digitalisierung des Public Sectors nimmt Fahrt auf.

Die Pandemie hat Behörden und Kommunen vor Herausforderungen gestellt: Sie mussten in diesem Jahr zeigen, inwieweit Verwaltung, Services für Bürgerinnen und Bürger und selbst politische Prozesse digitalisiert sind.

Das abgelaufene Jahr hat ein großes Innovationspotential bei der Digitalisierung gezeigt. Das stellt Ministerialdirektor Stefan Krebs, im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg zuständig für die IT, mit Blick auf 2020 fest. Er resümiert: „Großartig, was alles möglich ist. Gewissermaßen hat sich das Prinzip bewahrheitet, wer muss, der kann.“ Mit seinem IT-Team hat er binnen kürzester Zeit 50.000 Beamte ins Home Office umgezogen und einen Universalprozess für Bürgerservices auf der E-Government-Plattform service-bw.de bereitgestellt. Agil und flott, versteht sich.

Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger steigt

So wie das Jahr 2020 aufgehört hat, so werde es im Jahr 2021 weitergehen, meint der Landes-CIO. Krebs geht davon aus, dass Digitalisierung als Thema in der Gesellschaft eine noch größere Bedeutung erhalten wird. „Die Bürgerinnen und Bürger werden höhere Ansprüche an die digitale Verwaltung stellen - und das ist berechtigt. Ebenso ist es die Forderung nach einem angemessenen Zugang zum Netz. Darauf sind wir eingestellt.“

Bereits seit einiger Zeit werde daran gearbeitet, dass Anträge der Bürgerinnen und Bürger auf service-bw vollständig digital in die Fachsoftware bei den Behörden übertragen werden. „Dieses Ziel setzt uns für einige Verwaltungsleistungen auch die Europäische Kommission mit der Single Digital Gateway-Verordnung“, erläutert er. Der Zugriff auf die bereits in den Registern der Behörden liegenden Daten sei dabei eine große Herausforderung für 2021 (Stichwort „Registermodernisierung“). Ziel ist es, Online-Anträge für die Bürgerinnen und Bürger noch einfacher zu machen.

Cybersicherheit, OZG und Cloud

Baden-Württemberg wird auch im Zuge des Onlinezugangsgesetzes (OZG), wonach bis Ende 2022 alle Verwaltungsleistungen online zur Verfügung stehen müssen, weiter in die digitale Ertüchtigung der Verwaltung investieren. Zudem soll die digitale Souveränität gestärkt werden. „Hier werden wir im Sinne einer verbesserten Cloud-Fähigkeit entsprechende Infrastrukturprojekte aufsetzen und auch unser Anwendungsportfolio diesbezüglich erweitern“, so Krebs. Außerdem wird seiner Meinung nach Cybersicherheit 2021 eines der bestimmenden Themen sein: „Darauf gehen wir mit der Gründung einer Cybersicherheitsagentur ein.“

New Work fordert uns heraus

Auch die Zusammenarbeit wird künftig anders aussehen, ist Krebs überzeugt. Corona habe gezeigt, dass andere Arbeitsmodelle funktionieren. Arbeitgeber sollten hier mittelfristig nicht hinter die jetzt geschaffenen Möglichkeiten zurückfallen, warnt er, sondern das immense Potenzial der Flexibilisierung ausschöpfen. Dazu müssten aber neue Konzepte erarbeitet werden: „Denn nur, weil Arbeit örtlich und zeitlich flexibel stattfinden kann, heißt das nicht, dass auch irgendein Prozess besser wird. Digitalität hat eine eigene Prozesslogik." Aber auch die Arbeitnehmer seien in der Pflicht: Wer Flexibilität einfordert, muss sie auch selbst zeigen.“

 

Erschienen unter dem Titel „Landes-CIOs über OZG, Chatbots und New Work“ auf www.cio.de am 21.01.2021, verfasst von Karen Funk.


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Die Pandemie hat Behörden und Kommunen vor Herausforderungen gestellt: Sie mussten in diesem Jahr zeigen, inwieweit Verwaltung, Services für Bürgerinnen und Bürger und selbst politische Prozesse digitalisiert sind.

Das abgelaufene Jahr hat ein großes Innovationspotential bei der Digitalisierung gezeigt. Das stellt Ministerialdirektor Stefan Krebs, im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg zuständig für die IT, mit Blick auf 2020 fest. Er resümiert: „Großartig, was alles möglich ist. Gewissermaßen hat sich das Prinzip bewahrheitet, wer muss, der kann.“ Mit seinem IT-Team hat er binnen kürzester Zeit 50.000 Beamte ins Home Office umgezogen und einen Universalprozess für Bürgerservices auf der E-Government-Plattform service-bw.de bereitgestellt. Agil und flott, versteht sich.

Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger steigt

So wie das Jahr 2020 aufgehört hat, so werde es im Jahr 2021 weitergehen, meint der Landes-CIO. Krebs geht davon aus, dass Digitalisierung als Thema in der Gesellschaft eine noch größere Bedeutung erhalten wird. „Die Bürgerinnen und Bürger werden höhere Ansprüche an die digitale Verwaltung stellen - und das ist berechtigt. Ebenso ist es die Forderung nach einem angemessenen Zugang zum Netz. Darauf sind wir eingestellt.“

Bereits seit einiger Zeit werde daran gearbeitet, dass Anträge der Bürgerinnen und Bürger auf service-bw vollständig digital in die Fachsoftware bei den Behörden übertragen werden. „Dieses Ziel setzt uns für einige Verwaltungsleistungen auch die Europäische Kommission mit der Single Digital Gateway-Verordnung“, erläutert er. Der Zugriff auf die bereits in den Registern der Behörden liegenden Daten sei dabei eine große Herausforderung für 2021 (Stichwort „Registermodernisierung“). Ziel ist es, Online-Anträge für die Bürgerinnen und Bürger noch einfacher zu machen.

Cybersicherheit, OZG und Cloud

Baden-Württemberg wird auch im Zuge des Onlinezugangsgesetzes (OZG), wonach bis Ende 2022 alle Verwaltungsleistungen online zur Verfügung stehen müssen, weiter in die digitale Ertüchtigung der Verwaltung investieren. Zudem soll die digitale Souveränität gestärkt werden. „Hier werden wir im Sinne einer verbesserten Cloud-Fähigkeit entsprechende Infrastrukturprojekte aufsetzen und auch unser Anwendungsportfolio diesbezüglich erweitern“, so Krebs. Außerdem wird seiner Meinung nach Cybersicherheit 2021 eines der bestimmenden Themen sein: „Darauf gehen wir mit der Gründung einer Cybersicherheitsagentur ein.“

New Work fordert uns heraus

Auch die Zusammenarbeit wird künftig anders aussehen, ist Krebs überzeugt. Corona habe gezeigt, dass andere Arbeitsmodelle funktionieren. Arbeitgeber sollten hier mittelfristig nicht hinter die jetzt geschaffenen Möglichkeiten zurückfallen, warnt er, sondern das immense Potenzial der Flexibilisierung ausschöpfen. Dazu müssten aber neue Konzepte erarbeitet werden: „Denn nur, weil Arbeit örtlich und zeitlich flexibel stattfinden kann, heißt das nicht, dass auch irgendein Prozess besser wird. Digitalität hat eine eigene Prozesslogik." Aber auch die Arbeitnehmer seien in der Pflicht: Wer Flexibilität einfordert, muss sie auch selbst zeigen.“

 

Erschienen unter dem Titel „Landes-CIOs über OZG, Chatbots und New Work“ auf www.cio.de am 21.01.2021, verfasst von Karen Funk.


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