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Projekte

Kinderland Baden-Württemberg

Projektvorstellung

Kinderland Baden-Württemberg: Digitalisierte Sprechstunde für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus


Die Klinik für Kinder und Jugendliche der Oberschwabenklinik in Ravensburg betreibt seit vielen Jahren als einzige Institution im Bodenseeraum ein zertifiziertes Schulungszentrum für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus. Viele der Patientinnen und Patienten verfügen schon heute über webfähige Blutzuckermessgeräte und Insulinapplikationssysteme, die mit guter Datenqualität Vitaldaten messen, speichern und auswerten, ohne dass diese Systeme bisher mit der zuständigen Hausärztin oder dem zuständigen Hausarzt und dem Spezialistenteam vernetzt würden. Ziel des Projektes ist die Vernetzung der vorhandenen Daten und die Schaffung eines digitalen Sprechstundenangebots für diabeteskranke Kinder und Jugendliche. 
 

Möglichkeiten

Das Projekt hat Modellcharakter und stellt einen wichtigen Meilenstein zur Sicherstellung flächendeckender Versorgung bei chronischer Krankheit und zur Überwindung von Sektorengrenzen der Versorgung dar. Im Rahmen des Projekts wird eine digitale Plattform eingerichtet, die es erlaubt, zwischen den Patientinnen und Patienten und ihren Familien, der wohnortnahen Praxis der niedergelassenen Ärztin oder des niedergelassenen Arztes und der Kinderklinik nicht nur Vitaldaten und Befunde (Labor, EKG, Bildbefunde etc.) auszutauschen, sondern auch in Form von Videokonferenzen Kontakt aufzunehmen und die Familie zu beraten. Technisch geht es dabei vor allem um die Vernetzung bereits etablierter IT-gestützter Werkzeuge (z. B. Blutzuckermonitoring, Insulinpumpen, Teleradiologie, Videokonferenz). 

Das Projekt wird auf der Basis der geltenden Datenschutzbestimmungen und unter Beachtung der Telematik-Infrastruktur der Gemantik entwickelt und adressiert auch die derzeit (aufgrund der sektoralen Versorgung) noch geltenden Abrechnungsschwierigkeiten.

Ziele

  • Die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme als Videokonferenz erspart gerade im ländlichen Raum lange Anfahrtswege zu ihrem Spezialistenteam.
  • Durch die Vernetzung von Daten werden die Patientensicherzeit erhöht, die Behandlungskontinuität verbessert und die Zeiteffizienz der Sprechstunde optimiert.
  • Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl von Konsultationen individueller auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten zugeschnitten werden können und für manche Patientinnen und Patienten die Konsultationsfrequenz abgesenkt werden kann.
  • Zusätzlich dürften 50 – 75% der Konsultationen, die bisher eine Fahrt in die Kinderklinik voraussetzten, auf der neuen Plattform wohnortnah abzubilden sein.
  • Das Projekt stärkt die Position der Primärärzte, die im konsiliarischen Austausch mit den Spezialisten mehr als bisher in die Dauerbetreuung der Patientinnen und Patienten eingebunden werden.
  • Die Spezialistinnen und Spezialisten der Kliniken werden entlastet. Das Projekt ist so angelegt, dass es im Anschluss an die Förderphase in die Regelfinanzierung übernommen und auf andere Krankheiten ausgeweitet werden kann.

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