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Projekte

Testfeld Autonomes Fahren

Projektvorstellung

Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg

 

Autonomes Fahren im Zusammenwirken privater und öffentlicher Mobilität unter realistischen Bedingungen erforschen und erproben: Zu diesem Zweck wurde 2018 das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF) in Karlsruhe eröffnet. Weltweit einzigartig ist, dass das Testfeld alle Straßentypen umfasst und es auch Forschungseinrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen offensteht. Betrieben wird das TAF vom Karlsruher Verkehrsverbund. Entwicklung, Planung und Bau obliegen einem Testfeld-Konsortium bestehend aus starken regionalen Partnern, die zusammen immenses technisches Fachwissen mit umfassender Erfahrung im Bereich Verkehr verbinden: die Städte Karlsruhe und Bruchsal, die Hochschulen Heilbronn und Karlsruhe, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB sowie das FZI Forschungszentrum Informatik, das als Konsortialführer fungiert. Assoziierter Partner ist die Stadt Heilbronn. Dank dieser Partner kann das TAF seine Funktion als Reallabor für autonome Mobilitätskonzepte optimal erfüllen.
Zentral ist auch die Förderung durch Landesministerien. Das Verkehrsministerium stellte als federführende Landesbehörde 2,5 Millionen Euro bereit. Mit der gleichen Summe fördert auch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fünf Forschungsprojekte, die das TAF nutzen werden.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Möglichkeiten


Die Verkehrswelt des TAF umfasst alle Arten von Verkehrswegen: neben innerstädtischen öffentlichen Straßen (inklusive Tempo-30-Zonen) mit Fußgänger- und Radfahrwegen sowie Straßenbahnverkehr und angeschlossenen Parkhäusern auch Landes- und Bundesstraßen – und sogar Autobahnabschnitte. Das bietet Forschungseinrichtungen und Unternehmen die perfekte Möglichkeit, Technik und Dienstleistungen zum autonomen Fahren realitätsnah zu testen. Auf den Wegen des TAF fahren also nicht nur Autos, sondern auch Busse und Nutzfahrzeuge für Straßenreinigung und Zustelldienste. Die Vielfalt von Wegen und Verkehr unterscheidet das TAF dabei von anderen Projekten zur Erprobung autonomen Fahrens in Deutschland. Besonderer Schwerpunkt des TAF ist der öffentliche Personennahverkehr. So werden z. B. automatisierte Kleinbusse, die Fahrgäste ohne Fahrer befördern, entsprechend ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als Rufbusse und Zubringer zur Bahn getestet.
Getestet werden u. a. auch sogenannte Car-2-Car-Systeme, die autonom fahrende Fahrzeuge miteinander vernetzen. Diese Systeme ermöglichen eine besonders effiziente Ausnutzung von Verkehrskapazitäten.
Das TAF wurde am 3. Mai 2018 mit einem Grundnetz von 60 Kilometern feierlich eröffnet. Nach Ausbau sind inzwischen gut 80 Kilometer Strecke mit Sensorik ausgerüstet und kartiert. Die Gestaltung wurde in Abstimmung mit dem Landesdatenschutzbeauftragten durchgeführt. Ziel ist ein Streckennetz von 240 Kilometern, wobei bei Erweiterungen auch Wünsche künftiger Nutzender berücksichtigt werden sollen. Aktuell wird das Testfeld für zehn laufende Projekte genutzt.

 

Ziele

  • Erprobung von Technik und Dienstleistungen zum autonomen Fahren unter vielfältigen, realitätsnahen Verkehrsbedingungen
  • Erfahrungsbasierte Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte um das autonome Fahren herum, mit besonderem Schwerpunkt auf dem öffentlichen Personennahverkehr
  • Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandorts Baden-Württemberg als Schmiede der Mobilität der Zukunft