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PRIMO

Projektvorstellung

PRIMO: Personalisierte Medizin für maßgeschneiderte Krebstherapien


Am Beispiel unterschiedlicher onkologischer Erkrankungen sollen neue Technologien und Strukturen geschaffen werden, die als Basis einer verbesserten personalisierten Patientenbehandlung dienen sollen. Die angestrebte Forschung bezieht sich hierbei auf neue Ansätze zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur, der softwarebasierten Automatisierung manueller Prozesse, machine learning Algorithmen und BigData Management. Aus den daraus erzielten Ergebnissen soll dann ein integratives und dynamisches Behandlungskonzept abgeleitet werden. So können relevante klinische Patientendaten und molekulare Marker umfassend in die Therapieentscheidung einbezogen werden. Die neuen Therapieansätze sollen anschließend durch ein patientenspezifisches, therapiebegleitendes Monitoring auf Resistenzen der verbleibenden Tumorzellen im Körper untersucht und die Therapien entsprechend angepasst werden. Größte Herausforderung hierbei ist das sichere Handling der sehr großen und komplexen digitalen Datenmengen.

Möglichkeiten

Am Beispiel des Brustkrebses (humanes Mammakarzinom) sollen Technologien und Arbeitsabläufe etabliert werden, welche über bereits vorhandene genomische Daten hinaus die Erhebung zusätzlicher molekularer Patientendaten ermöglichen. Insbesondere sollen proteinanalytische Plattformen zur Analyse therapierelevanter Proteinsignaturen in Patiententumoren eingesetzt werden. Durch bioinformatischen Abgleich mit digitalen Wirkstoffdatenbanken werden prädiktive Therapieansätze für individuelle Patiententumore identifiziert. Funktionelle Zellmodelle werden aus primärem Tumorgewebe derselben Patienten etabliert und für Tests mit klinisch zugelassenen sowie bioinformatisch auf Basis der identifizierten Proteinsignaturen vorhergesagten Wirkstoffen eingesetzt. Von zentraler Bedeutung im Projekt ist die Digitalisierung der gewonnenen Datensätze sowie deren Verknüpfung mit bereits vorhandenen klinischen Patientendaten durch integrative Datenanalyse. Die Anbindung des Vorhabens an die European Scientific Foundation for Laboratory HematoOncology mit über 50 teilnehmenden Labors aus 23 Ländern bietet eine ideale Voraussetzung für den erfolgreichen Technologietransfer.

Ziele

  • Ziel des Projektes PRIMO ist es, Grundlagen zur Verbesserung der Wirksamkeit sowie der Umsetzung neuartiger Konzepte der personalisierten Krebstherapie durch weitergehende Individualisierung und Digitalisierung zu schaffen. So sollen Methoden für das therapiebegleitende Monitoring der minimalen Resterkrankung (MRD) entwickelt und automatisiert werden.
  • Zur Verbesserung prädiktiver Therapieansätze soll die erstmalige simultane Detektion von Protein- und Nukleinsäuremarkern auf einer Next-Generation Sequencing Plattform beitragen.
  • Durch die Erweiterung molekularer Patientenprofile um funktionale Proteinsignaturen soll eine gezielte Optimierung des Therapiekonzepts erreicht werden. Durch Ausarbeitung und Weiterentwicklung digitaler und personalisierter Behandlungskonzepte soll eine neue Basis für therapeutische Entscheidungen in klinischen molekularen Tumorboards geschaffen werden.

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