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VITAAL

Projektvorstellung

VITAAL – Videokonsile, Telemedizinische Applikationen und Alltagsunterstützende Assistenzsysteme in der Mobilen Geriatrischen Rehabilitation und Prävention


Die Mobile Geriatrische Rehabilitation findet in der Häuslichkeit des Patienten statt. Diese Variante der Rehabilitation ist Menschen vorbehalten, die von einer stationären Rehabilitation nicht profitieren können, weil sie eine besondere Unterstützung der Angehörigen benötigen. Aufgrund räumlicher Entfernungen können Ärzte den rehabilitativen Erfolg in der Häuslichkeit häufig nur punktuell verfolgen. Diese Problemlage wird im Projekt VITAAL adressiert.

Nach einer ärztlichen Eingangsuntersuchung wird der weitere Rehabilitationsverlauf im therapeutischen Team über Videokonsile begleitet, videodokumentiert, bewertet und gesteuert. Der Arzt kann sich live in eine therapeutische Sitzung des Physiotherapeuten zuschalten und in eine direkte Kommunikation treten. Die Videodokumentation bietet eine Grundlage für Fallbesprechungen im therapeutischen Team, ggf. auch mit Angehörigen. 

Möglichkeiten

Die Umsetzung videobasierter telemedizinischer Anwendungen bietet auch rehabilitationsbedürftigen Personen, die bislang nur unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht an einer Rehabilitation teilnehmen konnten, einen niederschwelligen Zugang. Von diesem Angebot können perspektivisch auch andere Gruppen profitieren. Hier seien beispielhaft chronisch kranke Kinder, Personen aus ländlichen Regionen oder auch Pflegeheimbewohner zu nennen. 

Eine weitere Chance bietet die videobasierte Telemedizin für eine inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit durch direkte Kommunikation. Es ist weiter zu erwarten, dass der Rehabilitationserfolg von der bildhaften Darstellung des Rehabilitationsverlaufs gestärkt wird, indem sich Ärzte „ein Bild machen“ und zeitnah steuern können. Somit können die Anwender und Rehabilitanden gleichsam profitieren. 
 

Ziele

  • Ein Ziel im Projekt ist es – mittels telemedizinischer Anbindung über Tablets – eine kontinuierliche Beobachtung und Steuerung der Rehabilitation in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen. Ein weiteres Ziel ist die Steigerung von Effektivität und Effizienz durch direkte inter- und transdisziplinäre Kommunikation.
  • Das Projekt könnte richtungsweisend für die flächendeckende Anwendung videobasierter Medizin sein. Indirekt könnte von einer Übertragung in andere Settings auch der Fachkräftemangel profitieren. So könnten aufwändig zu organisierende Krankenhausaufenthalte entfallen, wenn Ärztinnen und Ärzte sich videobasiert in ein Pflegeheim zuschalten können, um beispielsweise eine Wunde zu beurteilen bzw. ein therapeutisches Verfahren anzuordnen.

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