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13.11.2018

DAS GESCHÄFT
MIT DEN DATEN

Justizminister Guido Wolf will Tarifmodelle, die die laufende Übermittlung hochsensibler Gesundheitsdaten zum Gegenstand haben, von Krankenversicherungen verbieten. Ein Blick nach China zeigt, was an Auswertung von Gesundheitsdaten bereits möglich ist.

In China misst das Unternehmen iCarbon die Gesundheitsdaten seiner Nutzer und wertet diese nach den Erkenntnissen aus Biotechnik und Genetik bis hin zur DNA mittels Künstlicher Intelligenz aus. Dadurch will das Start-up anschließend Tipps für gesundes Verhalten liefern.

Auch hierzulande können bereits individuelle Gesundheitsrisiken ermittelt werden. Diese erfreuen sich zunehmender Beliebtheit in der Versicherungsbranche. Beispielsweise gibt es bereits Angebote, bei denen die Versicherten den Tarif senken können, wenn sie Gesundheitsdaten über Trainingseinheiten mittels Fitness-Armbändern oder -Uhren an die Krankenkasse weiterleiten.

Diese Entwicklung will Justizminister Wolf nun aufhalten: „Ich finde es bedenklich, wenn neue Tarifmodelle privater Krankenversicherer zukünftig die laufende Übermittlung hochsensibler Gesundheitsdaten zum Gegenstand haben.“

Diese und weitere Themen stehen am Donnerstag auf der Agenda der Herbstkonferenz der Justizminister der Länder. Unter anderem wird es auch um Transparenz, personalisierte Preise und Verbraucherschutz im Online-Handel gehen.