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12.07.2018

HANDWERK 4.0
MIT DIGITALER BILDUNG

Im baden-württembergischen Landtag wurde über digitale Bildung diskutiert. Dabei wurde der Blick nicht nur auf den Ist-Zustand geworfen, sondern auch Zukunftsperspektiven und notwendige Handlungsbereiche besprochen.

„Es ist schön, dass nun eine aktuelle Bestandsaufnahme vorliegt, wie die Schulen digital aufgestellt sind. Klar wird aber auch: Es gibt noch viel Nachholbedarf“, stellte Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold fest. 

Wichtig sei gerade für das Handwerk, dass digitale Bildung bereits in den allgemeinbildenden Schulen stärker verankert werde: „Bis zum Beginn einer Ausbildung im Handwerk sollte der digitale Umgang in möglichst vielen Bereichen für Schüler bereits selbstverständlich sein. Ob Verwaltung, Lehre oder Prüfungen, überall sind digitale Maßnahmen sinnvoll.“

Darüber hinaus sollten Schulen Mädchen und Jungen frühzeitig auf die Möglichkeit aufmerksam machen, auch im Handwerk digital zu arbeiten. Dabei biete die Lernsoftware des baden-württembergischen Handwerks, „MeisterPOWER“, ein sinnvolles Angebot: Die Wirtschaftssimulation gibt Schülern realitätsnahe Einblicke in die Abläufe und Tätigkeiten verschiedener Handwerksberufe. 

Auch weitere Lernfabriken 4.0 im Stil des im Februar 2018 eröffneten „Multilabor – Handwerk 4.0“ an der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen müssten für das Handwerk eingerichtet werden. „Die bisherigen Lernfabriken haben alle einen industriellen Fokus. Das Multilabor ist dagegen speziell auf das Handwerk ausgerichtet und leistet somit einen wichtigen Beitrag in der digitalen Aus- und Weiterbildung. Davon brauchen wir mehr“, so Reichhold abschließend.