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17.01.2018

VISION UND
REALITÄT

Big Data im Krankenhaus– derzeit ist das noch weit eher Vision als Realität. Meint zumindest der Marburger Bund – und fordert ein milliardenschweres Förderprogramm. In Ludwigsburg will man das Thema auch auf eigene Faust vorantreiben.

Professor Jörg Martin, Geschäftsführer der Ludwigsburger Kliniken und habilitierter Anästhesist, möchte die elektronische Gesundheitskarte angesichts der bundesweiten Umsetzungsprobleme nun vorab in den Häusern des größten kommunalen Krankenhaus-Verbundes im Südwesten einführen. Voraussetzung für die elektronische Gesundheitskarte ist in erster Linie die Zustimmung des jeweiligen Patienten, der, so Martin, „natürlich die volle Hoheit über seine Daten behalten“ werde. Die geplante Chipkarte könnte zumindest im Verbund der Krankenhäuser und ihrer Partner eine vernetzte Medizin ermöglichen, die klassischen Sektorengrenzen überwinden könne. Das wären immerhin die kommunalen Krankenhäuser der Landkreise Ludwigsburg, Karlsruhe und Enz, die mitwirkenden niedergelassenen Ärzte sowie eventuell auch noch Pflegedienste, Reha-Einrichtungen und die mit der RKH kooperierenden Kliniken von Stuttgart über Pforzheim, Karlsruhe und Heilbronn bis hin zur Universitätsklinik Heidelberg.