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19.04.2018

MUT ZUM
RISIKO

WhatsApp in der Kundenkommunikation, Posts auf Facebook, Twitter, Instagram, Inhalte auf YouTube – ein Einzelhändler aus Pforzheim ist vollkommen in der digitalen Welt zuhause. Aber auch ganz seriös in der Warenwirtschaft, im Dokumentensystem oder mit elektronischen Etiketten nutzt der Geschäftsmann die Möglichkeiten.

„Probiert alles aus, solange ihr davon nicht in den Ruin getrieben werdet, oder weswegen ihr nicht ins Gefängnis müsst“, sagte der Vater der heutigen Geschäftsinhaber zu seinen Kindern. Und die beiden Geschwister halten sich daran. Sie verkörpern den Typ mittelständischer Händler, den man nicht so häufig antrifft: Mut zum Risiko. Und den lassen sie sich auch etwas kosten. Schon seit längerem werden von dem Sportgeschäft Messenger-Dienste bespielt, es wird gebloggt, gepostet, gechattet, gestreamt. Auch die Mitarbeiter sind begeistert – sie sind Teil des digitalen Konzeptes. Wenngleich sie vom Tatendrang ihrer Chefs am Anfang überfordert waren. Also wurde für das Team ein „digitales Frühstück“ anberaumt, bei dem man alle 40 Beschäftigten über die neue Strategie informierte. Heute wird intern nur noch über eine App telefoniert, und die Angestellten stellen immer wieder lustige Filmchen online. Für die Kunden gibt es die sogenannten smarten Umkleidekabinen, bei denen der Konsument per interaktivem Spiegel Ware nachordern kann, falls ihm das, was er anprobiert hat, nicht passt oder gefällt.